Tipps und Tricks

Wer in der Arbeitswelt erfolgreich sein will, muss seine Fähigkeiten, Kenntnisse und Erfahrungen überzeugend darstellen.

Insbesondere gilt dies für die Bewerbung.
Je größer die Konkurrenz um einen Arbeitsplatz ist, desto überzeugender muss Ihre Bewerbung sein.

Von der Vorbereitung, über das optimale Motivationsschreiben bis hin zum Vorstellungsgespräch finden Sie hier wertvolle Informationen.

 

Motivationsschreiben und Lebenslauf

Die Bewerbungsunterlagen entscheiden über den Erfolg Ihrer Bewerbung und damit über Ihre weitere berufliche Zukunft. Daher unterstützen wir Sie mit umfassenden Infos und Tipps zum Inhalt und zur Gestaltung des Motivationsschreibens, Lebenslauf und Deckblatt. Für gewöhnlich werden die einzelnen Unterlagen gemeinsam in einer Bewerbungsmappe / pdf-Dokument versendet. Dabei gibt es ebenfalls zahlreiche Dinge zu beachten, wie zum Beispiel die korrekte Reihenfolge oder die Einbindung eines separaten Anlagenverzeichnisses bei umfangreichen Anlagen.

Bei einer E-Mail - Bewerbung müssen Sie darauf achten, dass Sie sämtliche Bewerbungsunterlagen in einer pdf - Datei zusammenfassen. Das Motivationsschreiben kann als separate Datei dazu gegeben werden.

Die passenden Musterunterlagen finden Sie unter den Downloads.

 

Die Reihenfolge einer korrekten Bewerbung sieht wie folgt aus:

  1. Motivationsschreiben (lose beigelegt!)
  2. Deckblatt mit Portraitfoto
  3. Lebenslauf mit Referenzen
  4. Kursnachweise
  5. Aus- und Weiterbildungen
  6. Arbeitszeugnisse (Neustes Zeugnis zuerst)

Vorn in die Mappe wird das Motivationsschreiben lose hineingelegt. Das hat rechtliche Gründe, da dieses Schreiben dem Unternehmen und die Bewerbungsmappe mit Inhalt Ihnen gehört.

Sehr wichtig ist hierbei, dass Sie das Motivationsschreiben mehrmals sorgfältig durchlesen. Vermeiden Sie es, Schreibfehler zu machen und langatmige Sätze zu formulieren.

Nach dem Sie Ihre Bewerbung per E-Mail oder per Post versendet haben, sollten Sie innerhalb einer Woche mit einer Antwort rechnen können. Falls dies nicht der Fall ist, kontaktieren Sie die Firma. Dies hinterlässt einen positiven und interessierten Eindruck. 

 

Das Vorstellungsgespräch

Sie haben eine Einladung zu einem Bewerbungsgespräch erhalten? Dann herzlichen Glückwunsch! Diese Chance bietet sich nur wenigen Bewerbern.

Sie erhalten nun die Möglichkeit sich persönlich zu präsentieren.

Bedanken Sie sich umgehend telefonisch für die Einladung und bestätigen Sie den Termin. Dadurch vermitteln Sie einen guten Eindruck.

Vereinbaren Sie einen neuen Vorstellungstermin, wenn Sie den Termin nicht wahrnehmen können. Vermeiden Sie es aber, den Gesprächstermin mehr als einmal zu verlegen! Sollte aus der Einladung der Name des Gesprächspartners hervorgehen, so sprechen Sie Ihn persönlich an.

Zusätzlich können Sie Prospekte zum Unternehmen anfordern und offene Fragen klären, wie bspw. die Dauer des Bewerbungsgesprächs. Sie vermitteln damit Interesse und der Tag kann genau geplant werden. Informationen können Sie natürlich auch via Internet sammeln.

Doch worin besteht eigentlich der Sinn eines Vorstellungsgespräches?

 

Ziele im Vorstellungsgespräch

Ziel ist das umfassende Kennenlernen beider Seiten in kurzer Zeit.

Ziele des Unternehmens

  • Feststellung der Persönlichkeit und der Integrationsmöglichkeit in das Unternehmen
  • Überprüfung der Daten des Bewerbers und Ermittlung fehlender Angaben
  • Beurteilung der Kenntnisse des Bewerbers
  • Verschaffung eines persönlichen Eindrucks
  • Ermittlung der Vorstellungen und Erwartungen des Bewerbers
  • Prüfung der Einsatzmöglichkeit des Bewerbers

Ziele des Bewerbers

Fragen klären ...

  • zur Stelle
  • zum Unternehmen
  • Arbeitszeiten, Ferien, ...
  • Organisation, Führungsstil, Unternehmenskultur

Des Weiteren können Sie Aufstiegschancen und eventuelle Risiken erfragen. Wichtig ist, dass Sie feststellen, ob Sie in das Unternehmen passen!

 

Vorbereitung auf ein Vorstellungsgespräch

Zur Vorbereitung gehören das Sammeln von Informationen zum Unternehmen sowie die persönliche Vorbereitung. Wichtige Informationen sind zum Beispiel Rechtsform, Unternehmenskultur und -größe, Produktpalette bzw. Dienstleistungen, Organisationsform sowie über die Abteilung, für die Sie sich beworben haben.
Unbeantwortete Fragen sollten Sie im Vorstellungsgespräch stellen.

 

Persönliche Vorbereitung

Überprüfen Sie Ihren Lebenslauf und Ihre Zeugnisse auf erklärungsbedürftige Phasen und Schwachstellen, da darauf mit Sicherheit Fragen gestellt werden. Beantworten Sie diese Fragen sich selbst. Achten Sie auf Ehrlichkeit!

Definieren Sie als nächstes die (möglichen) Anforderungen an die Stelle. Schreiben Sie sich eventuelle Unklarheiten auf und stellen Sie die Fragen im Vorstellungsgespräch.

Freuen Sie sich auf das Vorstellungsgespräch! Es handelt sich um kein Verhör, sondern um ein Gespräch, um sich gegenseitig kennenzulernen.

Verhalten Sie sich normal und seien Sie ganz sich selbst. Achten Sie auf eine angenehme Gesamterscheinung.

 

Dazu gehören:

  • Kleidung
    Diese ist je nach Berufsfeld unterschiedlich auszuwählen. Beispielsweise kleidet man sich in einer Bank anders als in der Werkstatt. Die Kleidung muss sauber und ordentlich sein. "Käppis" und Hüte sind ein absolutes No go!!
  • Schmuck
    Setzen Sie Schmuck dezent ein. Sie müssen nicht zeigen, was Sie haben!
  • Make-Up
    Dasselbe wie beim Schmuck trifft auch auf das Make-Up zu. Weniger ist hier oft mehr.
  • Schuhe
    Die Schuhe müssen geputzt und seriös sein. Tragen Sie zum Beispiel keine Turnschuhe.

Besorgen Sie sich Kaugummis oder Pfefferminzbonbons, um unangenehmen Mundgeruch vorzubeugen. Verwenden Sie keine aufdringlichen Parfums und Deos. Achten Sie auf gepflegte Haare und eine frische Rasur (kein 3-Tage-Bart).

 

Einsatz Ihrer Stimme im Bewerbungsgespräch

  • Sprechen Sie ruhig.
    Schnelles sprechen wirkt hektisch und Ihr Gegenüber kann Ihnen nicht folgen.
  • Klare und deutliche Ausdrucksweise (Artikulation)
    Tipp: Sprechen Sie vorn! Benutzen Sie den Mund. Durch die Entlastung des Halses wird die Deutlichkeit verbessert.
  • Verwenden Sie kurze Sätze.
  • Benutzen Sie Pausen.
    Dadurch können Sie sich konzentrieren und der Gesprächspartner kann das Gesagte verarbeiten.
  • Sinnvolle, abwechslungsreiche Betonung (Modulation)
    Passen Sie die Klangfarbe dem Inhalt der Worte an.
  • Sprechen Sie wichtige Wörter langsamer als gewohnt.
    So lassen sich Versprecher vermeiden.
  • Senken Sie Ihre Stimmlage.
    Durch Nervosität erhöht sich Ihre Tonlage.
  • Lassen Sie Ihren Gesprächspartner ausreden!

All diese Dinge können Sie trainieren. Lassen Sie Ihre Stimme von Freunden und Bekannten beurteilen.

 

Einsatz Ihrer Körpersprache im Bewerbungsgespräch

Der korrekte Einsatz von Mimik und Gestik ist ein weiterer wichtiger Punkt für Ihren Erfolg im Vorstellungsgespräch.
Mit Mimik und Gestik bezeichnet man in der Regel das nonverbale (nicht-sprachliche) Verhalten.

Gestik

Unter Gestik versteht man die Ausdrucksbewegung Ihrer Arme, Hände und Finger.
Unterschieden werden hierbei in bewusste Gesten (steuerbar), unbewusste Gesten (nicht steuerbar) und Reflexbewegungen (nicht steuerbar).

Tipps

  • Unterstützung des Redens durch Gestik
    Aber vermeiden Sie Drohgebärden (z.B. erhobener Zeigefinger).
  • Stimmen Sie zu
    Stimmen Sie den Ausführungen des Gesprächspartners zu (z.B. durch Kopfnicken).
  • Heftige Armbewegungen vermeiden
    Heftige Armbewegungen signalisieren Oberflächlichkeit, Unsicherheit und sogar Aggressivität.
  • Arme nicht vor der Brust verschränken
    Durch Verschränkung der Arme werden Abwehr, Unsicherheit und Angst signalisiert.
  • Maßvoller Einsatz der Hände
    Spielen Sie nicht mit den Händen, sondern benutzen Sie diese zu Unterstützung Ihrer Aussagen.
  • Verhalten im Sitzen
    Achten Sie auf eine korrekte Sitzhaltung. Sitzen Sie entspannt (weder steif, noch lässig). Eine offene Sitzhaltung signalisiert Gesprächsbereitschaft.
    Beanspruchen Sie eine möglichst große Sitzfläche. Sitzen Sie nicht auf der Kante.
    Verstecken Sie Ihre Arme nicht unter dem Tisch.
    Lehnen Sie sich beim Zuhören leicht zurück und beugen Sie sich beim Reden leicht nach vorn.

 

Mimik

Mimik ist die Sprache des Gesichtes und damit Teil der Körpersprache. Gefühle und Wertungen werden durch Mimik oft deutlicher ausgedrückt als Worte.

Tipps

  • Blickkontakt mit dem Gesprächspartner halten
    Damit bringen Sie Aufmerksamkeit und Interesse zum Ausdruck. Vermeiden Sie starres Fixieren! Ihr Blick sollte alle 10 Sekunden kurz abschweifen. Irren Sie mit den Augen nicht im Raum umher!
  • Freundlichkeit
    Lächeln Sie! Ein freundliches Lächeln wird fast immer erwidert. Vermeiden Sie aber eingefrorenes und verkrampftes Lächeln.
  • Schauen Sie nicht ständig auf den Boden

All diese Dinge können Sie mit einem Bekannten üben. Sie erfahren damit viel über sich selbst.